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Konflikte am Arbeitsplatz sind kein Randthema. Sie kosten Zeit, Nerven und oft auch gute Mitarbeitende. Das eigentliche Problem ist dabei selten der Konflikt selbst, sondern der Zeitpunkt, an dem er sichtbar wird: meist erst dann, wenn er längst eskaliert ist.

Mit Claria gibt es jetzt eine KI-gestützte Plattform, die genau hier ansetzt. Sie hilft Mitarbeitenden, Spannungen früh zu klären, führt sie gezielt zur passenden Unterstützung im eigenen Unternehmen und gibt der Organisation einen anonymen Blick auf ihre Konfliktmuster.

Ausgangslage

Was Konflikte Unternehmen wirklich kosten

Die Zahlen sind deutlich. 85 % der Mitarbeitenden erleben Konflikte am Arbeitsplatz, und jede Person verbringt im Schnitt zwei bis drei Stunden pro Woche damit. Für Großbritannien beziffert der staatliche Schlichtungsdienst Acas die jährlichen Konfliktkosten in Organisationen auf rund 28,5 Milliarden Pfund.

Auch in Deutschland ist die Rechnung ernüchternd. Schätzungen zufolge gehen rund 15 % der Arbeitszeit durch ungelöste Konflikte verloren. Etwa 20 % der Personalkosten fließen in die Bearbeitung von Konflikten, und die volkswirtschaftlichen Konfliktkosten liegen bei rund 50 Milliarden Euro pro Jahr.

Problemstellung

Das Problem: Die Angebote sind da, werden aber nicht genutzt

Viele Unternehmen haben bereits viel in die Konfliktklärung investiert. Es gibt Konfliktlots:innen, interne Mediator:innen, psychologische Beratungsstellen, Ombudsstellen, HR, Betriebsrat und Führungskräfteprogramme. An Angeboten fehlt es selten.

Das Problem liegt woanders. Im konkreten Konfliktfall wissen Mitarbeitende oft nicht, an wen sie sich mit ihrem Anliegen wenden sollen. Oder sie sind unsicher, ob ihr Konflikt überhaupt schon „groß genug“ ist, um eine dieser Stellen einzuschalten. Also warten sie ab, bis die Situation eskaliert. Dann erreicht der Konflikt HR oder die Führung erst, wenn Vertrauen, Fokus und Mitarbeiterbindung bereits gelitten haben.

Die Plattform

Claria: drei Ebenen, eine Plattform

Claria setzt auf drei Ebenen an.

1

Selbstklärung und Deeskalation für die einzelne Person

Mitarbeitende können ihren Konflikt jederzeit und anonym in Claria festhalten. Die Plattform hilft ihnen, die Situation besser zu verstehen und erste eigene Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Viele Spannungen lassen sich schon auf dieser Ebene lösen, bevor sie größer werden.

2

Ein intelligenter Wegweiser durch die Konfliktstrukturen des Unternehmens

Erkennt Claria, dass ein Konflikt so weit fortgeschritten ist, dass Selbstklärung wahrscheinlich nicht mehr ausreicht, verweist das System gezielt auf die passende Unterstützung. Welche Anlaufstellen das sind, legt jedes Unternehmen selbst fest. Im Backend lassen sich die vorhandenen Strukturen individuell hinterlegen, zum Beispiel interne Konfliktlots:innen, die psychologische Beratung, HR, der Betriebsrat oder eine Ombudsstelle. Auf Wunsch können auch externe Mediator:innen eingebunden werden, etwa das Team von CONSENSUS Solutions.

So macht Claria die Konfliktinfrastruktur, in die ein Unternehmen bereits investiert hat, für Mitarbeitende tatsächlich zugänglich und nutzbar. Die Plattform wird an die Konfliktarchitektur der jeweiligen Organisation angepasst und funktioniert deshalb auch sehr gut als eigenständige Lösung.

3

Anonyme Erkenntnisse für die Organisation

HR und Geschäftsleitung erhalten anonymisierte, aggregierte Auswertungen darüber, welche Arten von Konflikten besonders häufig auftreten und welche Themen sich wiederholen. Rückschlüsse auf einzelne Personen oder konkrete Fälle sind dabei ausgeschlossen. So entsteht ein Konflikt- und Stimmungsbarometer für die gesamte Organisation.

Das ist strategisch wertvoll. Tauchen etwa bestimmte Schnittstellenprobleme, unklare Rollen oder Führungsthemen immer wieder auf, kann das Unternehmen gezielt präventive Maßnahmen entwickeln, statt nur auf einzelne Konflikte zu reagieren.

Abgrenzung

Warum nicht einfach ChatGPT?

Diese Frage liegt nahe. Allgemeine KI-Assistenten sind leicht verfügbar, und man könnte ihnen einen Konflikt einfach schildern. Doch genau darin liegt ein Risiko.

Generative KI reagiert häufig stark auf die Perspektive und das Framing der Person, die eine Situation beschreibt. Wer seine Geschichte aus der eigenen Sicht erzählt, bekommt oft vor allem Bestätigung für diese Sicht. Die KI wird so ungewollt zum Koalitionspartner. Im schlimmsten Fall geht man danach nicht reflektierter aus dem Gespräch, sondern noch überzeugter, dass allein die andere Person das Problem ist.

Claria ist deshalb kein Chatbot, dem man einfach einen Konflikt erzählt. Die KI ist in einen methodisch entwickelten Konfliktklärungsprozess eingebettet. Schon die Eingabe ist ein kleiner, fragengeleiteter Reflexionsprozess. Sie ist nicht kompliziert oder langwierig, fragt aber nicht nur, was passiert ist und wer was gesagt hat. Sie fragt auch, welche Interessen und Bedürfnisse hinter den Positionen stehen und wie die Situation aus einer anderen Perspektive aussehen könnte.

Damit beginnt die Intervention, bevor die KI überhaupt antwortet. Aus der Mediationspraxis wissen wir, dass genau dieser Schritt bereits deeskalierend wirken kann: weg von der Frage „Wer hat recht?“ hin zu „Was passiert hier gerade, was ist mir wichtig, und was könnte der anderen Seite wichtig sein?“

Nutzen

Warum Claria für Unternehmen so spannend ist

Früher ansetzen, weniger zahlen.

Claria verschiebt den Zeitpunkt, an dem Konflikte bearbeitet werden, nach vorn. Spannungen lassen sich lösen, solange sie noch klein sind.

Bestehende Investitionen werden wirksam.

Konfliktlots:innen, Beratungsstellen und Ombudsstellen entfalten ihren Nutzen erst, wenn Mitarbeitende sie im richtigen Moment finden. Claria sorgt dafür.

Individuell zugeschnitten.

Claria passt sich an die Strukturen des Unternehmens an, nicht umgekehrt. Das macht die Plattform auch für Organisationen interessant, die bereits sehr gute interne Angebote haben.

Strategische Steuerung statt Einzelfallreaktion.

Die anonymen Auswertungen zeigen, wo strukturell Handlungsbedarf besteht, und machen Prävention planbar.

Praxiswissen statt Reißbrett.

Claria baut auf dem Wissen der CONSENSUS Group auf, die seit über zehn Jahren in der Konfliktklärung tätig ist und mehr als 5.000 Mediationen weltweit begleitet hat. Zum Gründungsteam gehört unter anderem Dr. Andrea Hartmann-Piraudeau, Gründerin und CEO der CONSENSUS Group, Mediatorin und Konfliktforscherin.

Datenschutz

Vertrauen und Datenschutz von Grund auf

Claria funktioniert nur, wenn Mitarbeitende dem System vertrauen. Deshalb wird Datenschutz bei Claria großgeschrieben, und es gilt ein klares Prinzip: anonym im Einzelfall, Muster für die Führung.

Standardmäßig anonym

Einträge sind privat und nur für die Person sichtbar, die sie festhält.

Einwilligung vor jedem Teilen

Nichts wird ohne ausdrückliche Einwilligung an eine Anlaufstelle weitergegeben.

Keine Akten, keine Namen

Die Analysen sind aggregiert und lassen sich keiner Person zuordnen.

Es gibt nur eine klar abgegrenzte Ausnahme: Bei Hinweisen auf eine akute Gefahr für Leib und Leben greift ein definierter Eskalationsweg.

Für eine erfolgreiche Einführung empfiehlt es sich, Betriebsrat und Datenschutzverantwortliche von Beginn an einzubinden. Transparenz gegenüber allen Beteiligten schafft die Vertrauensbasis, auf die eine Plattform wie Claria angewiesen ist.

Einstieg

Der Einstieg: ein Pilotprojekt über 90 Tage

Für Unternehmen, die Claria kennenlernen möchten, bietet sich ein Pilotprojekt an. Dabei wird Claria 90 Tage lang in ein oder zwei Teams eingesetzt, und der Reibungs-Index wird vorher und nachher gemessen. So zeigt sich schnell und messbar, welchen Unterschied frühe Konfliktklärung im eigenen Unternehmen macht.

Qualität prüfen ohne Risiko

Klären Sie in einem kurzen Vorgespräch, ob unsere Vorgehensweise zu Ihrem Fall passt. Vertraulich, strukturiert und planbar.